
über mich
2012-2020 — allgemeinbildendes gymnasium staufen im breisgau
2019 — prüfung zum pilzsachverständigen der DGfM hornberg (schwarzwald)
2020 — abitur staufen im breisgau
2021 — zivildienst graz (AT)
2021-2022 — diplomstudium humanmedizin albert-ludwigs-universität freiburg im breisgau
2022-2026 — bachelorstudium LA bildende kunst abk stuttgart
2022-2026 — bachelorstudium LA biologie universität stuttgart / universität hohenheim
2026 — abschluss bachelor of fine arts stuttgart
2026-heute — masterstudium LA bildende kunst abk stuttgart
2026-heute — masterstudium LA biologie universität stuttgart / universität hohenheim
2024 — continuity of government diakonissenbunker stuttgart (klasse profin. brenner)
2024 — herbstsalon abk stuttgart
2025 — nextentity wagenhallen stuttgart (klasse profin. brenner)
2025 — herbstsalon abk stuttgart
2026 — beyond future eigen+art lab berlin (klasse profin. brenner)
2027 — beyond future kunstbezirk stuttgart (klasse profin. brenner)
die hier gezeigten auszüge aus meiner künstlerischen praxis sollen exemplarisch die art und weise illustrieren, mit der ich zu meinen künstlerischen positionen finde. diese fußt auf drei hauptsächlichen inspirationsquellen: dem geografischen bezug eines motivs oder eines materials, dem einfluss meines naturwissenschaftlichen studienfachs — der biologie — sowie meiner synästhetischen wahrnehmung.
geografischer bezug: am anfang einer künstlerischen arbeit steht für mich meist die erfahrung eines ortes und die dadurch unmittelbar ausgelöste inspiration; es ist diese ortsgebundene erfahrung, die in der folge aufzugreifen versucht wird, sei es durch motiv, materialien oder andere aspekte. dies ist etwa bei den arbeiten der werkreihe synaesthetic sinnphony der fall — qua bretonischer meersalzbutter auf bretonischer öljacke, in silikon gegossener scheiben von andouille de guéméné oder isländischer schokoladenverpackungen. besondere aufmerksamkeit kommt dem geografischen konnex in den fotoserien hákarl med öllum und per aka ad astram zuteil, die die unmittelbare wahrnehmung der geografischen sehnsucht zutage fördern.
biologischer einfluss: ein weiterer direkter einfluss auf die kunstpraktische morphogenese meiner arbeiten lässt sich vonseiten meines zweitfaches, der biologie, feststellen. dieser manifestiert sich zum einen im einsatz lebender organismen in installationen, wie etwa in den installationen de saumur à auxerre und synaesthetic sinnphony. zum anderen zeigt sich dieser bezug auch in den ornamentartigen zeichnungen der von mir erdachten grafiken: angelehnt an skizzen mikroskopischer gewebestrukturen, beeinflusst durch meine intensive beschäftigung mit der lichtmikroskopie von studiums wegen. auch die bildräume meiner illustrationen, etwa von landschaften vergangener epochen, pollen oder pilzen, leben vom engen konnex zwischen bildender kunst und biologie.
synästhetische wahrnehmung: der dritte (und gewichtigste) einfluss auf meine künstlerische praxis ergibt sich aus meiner sehr stark ausgeprägten synästhetischen wahrnehmung, die sich in meinem falle neben farben, formen, graphemen und phonemen auch auf gustatorische reize und die (räumliche) wahrnehmung von sequenzen erstreckt. die effekte der synästhesie zeigen sich in verschiedener art und weise in meinen arbeiten: in künstlerischen positionen wie wintasunn und synaesthetic sinnphony erprobe ich die möglichkeiten einer synästhetischen typographie, indem texte und zahlenfolgen durch rechtecke (oder schokoladenverpackungen) in den mit den graphemen korrespondierenden farben ersetzt werden. auch die transkription von musik in visuellen ausdruck ist zentraler teil meines schaffens, nicht zuletzt in der arbeit synaesthetic sinnphony, in der die klangharmonien von musikstücken als haptische farbwelten skizziert werden.
somit ergibt sich eine künstlerische position in meiner kunstpraxis nie nur aus einer isolierten inspirationsquelle, sondern entsteht immer aus der symbiotischen kombination mehrerer (geografischer, biologischer und/oder synästhetischer) aspekte. während dabei meist eine geografische referenz als initialzündung fungiert, gewähren die biologischen einflüsse ansätze bei der findung der künstlerischen form, während die synästhetischen impressionen in der weiteren folge das epizentrum der kunstpraktischen morphogenese bilden. in diesem sinne dürfen meine arbeiten auch als ein angebot an die zwei in meiner brust wohnenden faustianischen seelen verstanden werden, sich im künstlerischen ausdruck zu vereinen: die des künstlers und die des naturwissenschaftlers.